In vielen Staaten der westlichen Welt wird der 1. Mai seit Jahrzehnten zumindest als Tag der Arbeiterbewegung „gefeiert“ - als ein Symbol für demokratische Freiheiten und Gleichberechtigung. Nicht in der Türkei, wo der 1. Mai in der Vergangenheit oft in einem Blutbad endete: Vor genau zwanzig Jahren wurden auf dem Taksim-Platz in Istanbul 37 Demonstranten von der Polizei erschossen. Auch in diesem Jahr schlug die Staatsmacht wieder gnadenlos zu.